Tire Technology Expo 2014
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Rückblick auf die Tire Technology Expo 2011

Die Tire Technology Expo 2011 hat abermals die neuesten Technologien in der Reifenherstellung nach Köln, Deutschland, gebracht. Hier ein Auszug einiger Höhepunkte, die unserer Besucher erfreute...

Wir haben hier nur einige der Technologien hervorgehoben, die Sie vielleicht auf der Messe verpasst haben. Seien Sie im nächsten Jahr unbedingt dabei: Die Tire Technology Expo 2012 verspricht, noch besser zu werden: Über 70% der Messeplätze wurden bereits vor Beendigung der diesjährigen Messe gebucht!

Show review 2010


Probleme im Vulkanisierprozess behoben

Bei Ichimaru-Giken gab es ein innovatives neues System zur Unterstützung im Vulkanisierprozess zu sehen.

„Das Konzept unseres Gasumlaufsystems ist ziemlich neu“, sagt Shinichiro Fukada. „Es wird von einem japanischen Reifenhersteller, dessen Namen wir leider nicht nennen dürfen, eingesetzt und erzielt gute Ergebnisse. Allerdings haben wir den Entwicklungsprozess jetzt abgeschlossen und es ist an der Zeit, andere darauf aufmerksam zu machen.“

Fukada erklärt, dass viele Vulkanisiersysteme mit den Temperaturunterschieden zwischen den äußeren und inneren Teilen des Heizbalges Schwierigkeiten haben, wo eigentlich eine gleichmäßige Temperatur benötigt wird.

„Unser Konzept besteht darin, das Gas innerhalb des Heizbalges zirkulieren zu lassen, um eine gleichmäßige Temperatur zu erreichen. Wenn wir eine gleichmäßige Temperatur innerhalb des Heizbalges aufrechterhalten, wird dies automatisch die Qualität des Reifens verbessern. Mit unterschiedlichen Temperaturen erreichen Sie keine gleichbleibende Qualität. Unser Ziel und das Ziel unserer Kunden ist eine konstante Temperatur.“

Die Entwicklung dieser Technologie hat fast zehn Jahre gedauert, unter anderem deshalb, weil Kunden aus Diskretionsgründen Ichimaru-Giken nicht die benötigten Daten bereitstellen wollten. Stattdessen mussten Fukada und sein Team zu den Kunden gehen, deren Vulkanisierpressen benutzen, um ihre eigenen Daten zu sammeln.

Die Expo war ein durchschlagender Erfolg für das Unternehmen, da viele Besucher die Entwicklung an ihren Standorten testen wollten.

„Alle führenden Unternehmen und Experten sind hier. Es kommen nur Experten hierher, die den Vulkanisierprozess kennen, deshalb müssen wir nicht erklären, wie unsere Idee funktioniert. Es gibt jedoch abhängig vom Kunden und dem verwendeten Material viele verschiedene Vulkanisierpressen, deshalb bitten wir sie, die Anlage zu testen um zu sehen, ob sie eine Qualitätsverbesserung erreichen können.

„Obwohl uns einer unserer Kunden in Japan aus Geheimhaltungsgründen keine Daten gibt, wissen wir, dass unser System funktioniert, da wir wiederholt Bestellungen erhalten haben“, sagt Fukada.

Effiziente Qualitätskontrolle durch Shearografie

Steinbichler Optotechnik, ein Zulieferer von optischen Messsystemen und Sensortechnologie, hat ihr shearografisches Reifenprüfgerät Intact vorgestellt. Viele dieser Systeme werden in verschiedenen Unternehmen zur zerstörungsfreien Prüfung aller Reifenarten, sogar Formel 1 Reifen, verwendet. Mit seiner optischen Shearografiemethode können laut Steinbichler Reifen zuverlässig und eindeutig auf Bauteilschäden in Reifen und Karkassen untersucht werden.

Die Vorteile dieses Systems sind unter anderem ein vollautomatisches Fördersystem zur leichteren Reifenhandhabung, die automatische Ermittlung der Reifengröße (keine Voreinstellungen notwendig), eindeutige Ergebnisbilder und automatische Fehlermarkierung für eine einfache und schnelle Ergebnisauswertung. Der duale Anlagenaufbau mit Mehrfach-Messköpfen erlaubt die Überprüfung von bis zu 100 Reifen pro Stunde - von Wulst zu Wulst - durch nur einen Bediener.

Die einzigartige Intact OTR Reihe ist ein Maschinenkonzept zur shearographischen Reifenüberprüfung in vertikaler Position – deshalb können Reifen mit einem Gabelstapler einfach be- und entladen werden. Für die Überprüfung der zweiten Seitenwand muss der Reifen nicht umgedreht werden. Durch die Entwicklung des neuen Intact OTR 4300 Systems steht nun eine Prüfanlage für EM Reifen mit einem Außendurchmesser von bis zu 4300 mm zur Verfügung.


Hochpräzise Fräsmaschine

Vertreter von Lang haben ihre neueste Entwicklung, die LGT-S II vorgestellt, eine hochpräzise Fräsmaschine für die Gravur von 2D- und 3D-Daten auf Seitenwandformen in nahezu allen Größen.

Um Sicherheit, Präzision und Stabilität zu gewährleisten, besteht der Maschinenkörper aus einer schweren, verwindungsfreien Stahlrohrkonstruktion und ist mit einer schwingungsdämpfenden Masse ausgegossen. Die Vollverkleidung mit Auffangwanne ermöglicht die Nassbearbeitung der Formen. Die X- und Z-Achse befinden sich auf dem quergerichteten Rahmen, die C-Achse dreht die rotationssymetrische Arbeitsfläche und die B-Achse muss abhängig von der Frässpindel ausgewählt werden.

Die Z-Achse verfügt als Besonderheit über einen Gewichtsausgleich und arbeitet mit Frässpindeln bis zu 10 kW und Werkzeugen mit einem Durchmesser bis zu 16 mm. Der Maschinenkörper besitzt einen scheibenförmigen Werkzeugwechsler mit 30 Werkzeugplätzen und einen optionalen Kettenwechsler mit 50 Plätzen.

„Wir bieten jetzt außerdem die größte Spindel zum Fräsen – nicht nur Gravieren – an, die 10% schneller arbeitet“, erklärt Thomas Kozian von Lang. „Wir sind der größte Maschinenanbieter in diesem Bereich und bieten zusammen mit der Software ein Gesamtpaket, das einfach zu bedienen ist und eine hervorragende Qualität besitzt.“


3D Radkraftsensoren

Besucher, die an Radkraftsensoren interessiert sind, waren von der Produktpalette von A&D Technology beeindruckt, die erstmals auf der Expo ausstellten. Ein Grund für das Interesse waren die mutigen Ankündigungen des Unternehmens im Bezug auf die Genauigkeit.

„Die führenden Hersteller für Radkraftsensoren in Europa sind Kistler und MTS, aber wir wollen in den Markt eindringen“, sagte der Geschäftsleiter von A&D Europe, Jürgen Brettenbeck. „Und wir erhalten sehr positive Rückmeldungen.“

Der Wheel Force Sensor (WFS) misst die drei Kraftrichtungskomponenten und die drei Drehzahlkomponenten, die mit jeder Kraftrichtung einhergehen, während ein Auto in Bewegung ist. Der WFS misst mit einer Abweichung von 0,1% und kann die Auswirkungen von Rollwiderständen zwischen Reifen und Straße erfassen, was wiederum die Auswertung der Auswirkung auf den Reifen ermöglicht, die durch die Energieübertragung vom Reifen auf das Auto entstehen.

Laut A&D ist die geringe Abweichung von 0,1% ausschlaggebend für die Analyse der Reifenwirkung oder des Energieverlusts durch einen Reifen – eine Messgerät mit einer Abweichung von nur 1% kann diese Auswirkungen bereits nicht mehr messen, da die Auswirkungen des Rollwiderstandes im Bereich von 1% liegen.

„Unser Ansatz eines modellabhängigen Sensors ohne Dehnungsmessstreifen und Verstärker ist einzigartig“, so Brettenbeck weiter. „Wir haben uns über die beste Bauweise für den Sensor Gedanken gemacht, um ihn so linear wie nur möglich zu machen, deshalb speisen wir alle Signale direkt in ein digitales Signalverarbeitungssystem ein. Wir stellen ein Modell des Sensors in Echtzeit her, das die tatsächlichen Kräfte berechnet. Durch diesen Ansatz erreichen wir eine größere Genauigkeit und Crosstalk-Verhalten .“


Testgerät zur Prüfung linearer Reibung

Eine interessante Markteinführung war das Hochgeschwindigkeits-Testgerät für lineare Reibung (HSLFT) von Altracon, das Benutzern die Ermittlung des Reibungskoeffizienten von Gummiproben auf verschiedenen Oberflächen und unter verschiedenen Betriebsbedingungen ermöglicht, um Einflüsse von Zusatzstoffen und Struktur auf Griffigkeit und Traktion vorherzusagen.

Das Gerät kann alle wesentlichen Bedingungen zur Reifenprüfung mit einem einzigartigen linearen Induktionsmotor mit einer Höchstleistung von 7 000 N simulieren, um Gleitgeschwindigkeiten von bis zu 10 m/s zu ermöglichen, bei einer Beschleunigung von bis zu 100 m/s2. Es können Vertikalkräfte bis zu 3 500 N erzeugt werden, um den gesamten Einsatzbereich von PKW- und LKW-Reifen abzudecken.

Alle Testbedingungen wie Asphalt, Beton, Schnee, Eis und Aquaplaning können simuliert werden. Zur größeren Genauigkeit kann das Gerät in einer Klimakammer mit Temperaturen zwischen -15°C und +40°C eingesetzt werden. Auf Wunsch sind integrierte Ausstattungen wie eine eingebaute Hochgeschwindigkeitskamera zur Auswertung der Rutsch- und Blockneigung, ein Thermograph zur Messung von Stressfaktoren oder ein Oberflächenscanner mit hoher Auflösung zur topographischen Beschreibung der angewendeten Oberflächen erhältlich.


Tragbarer Laufflächenleser

Eine weitere Technologie, die erstmals auf der Expo vorgestellt wurde, war der TreadReader, ein batteriebetriebenes, tragbares Lasermessgerät für ein besseres kommerzielles Reifenmanagement, um Einsparungen im Fuhrpark in den Bereichen Kraftstoff, Reifen und Pannen zu erreichen, den CO2 Ausstoß zu verringern und die Straßensicherheit zu erhöhen. Das von Sigmavision entwickelte Lesegerät soll die manuelle Reifenkontrolle ersetzen und kann auf schnelle Art vollständige 3D Scans anfertigen, indem man das Gerät lediglich über die Lauffläche zieht. Das Gerät kann zusammen mit seiner Auswertungssoftware automatisch Profiltiefen mit einer Genauigkeit bis <0.2 mm messen, verschiedene Formen der Reifenabnutzung erkennen, Fehler an Reifen und Fahrzeug oder Fahrfehler feststellen und die Restlebensdauer von Reifen vorhersagen.

Die Produkteinführung des TreadReaders auf der Tire Technology Expo 2011 hat dem Unternehmen neue Wege erschlossen.

„Viele Leute von Unternehmen, die in der Runderneuerung arbeiten, haben uns besucht“, meinte der Manager der Entwicklungsabteilung, Bjorn Gustavsson. „Daran haben wir gar nicht gedacht, ist aber ein schönes Feedback. Sie wollen herausfinden, wann ein Reifen runderneuert werden soll – im Moment ist dies jedoch Interpretationssache und erfolgt nach Augenmaß. Wir haben nicht gedacht, dass es zur Runderneuerung eingesetzt werden kann, das ist jedoch die Rückmeldung, die wir hier erhalten. Je mehr Menschen wir treffen, desto mehr Optionen und Möglichkeiten ergeben sich für uns. Man kann sehr viel Geld einsparen, wenn Reifen korrekt verwaltet werden.“

Sigmavision hat außerdem festgestellt, dass Reifentestingenieure an der Verwendung des Geräts im Freien interessiert sind und lieber anhalten, einen kurzen Scan durchführen, weiter testen, und die Daten am Ende des Tages auswerten, anstatt jedes Mal zum Standort zurückzukehren, um eine Reifenanalyse durchzuführen.

„Mit der Auswertungssoftware erhalten Sie nicht nur die Profiltiefe, da der TreadReader die gesamte Breite scannt und Ihnen sagt, wie sich das Profil verändert. Wir wollen die menschliche manuelle Auslegung aus der Profilanalyse herausnehmen. Sie brauchen keinen Profiltiefenmesser und müssen sich nicht überlegen, wo Sie messen müssen. Der Scan läuft immer gleich ab und wiederholt sich ständig“, so Gustavsson weiter.


Gleicher Name, neue Möglichkeiten

Nach der Übernahme durch Bosch Rexroth 2008 war Hägglunds Drives, ein Spezialist für Fahr- und Kontrolltechnik, daran interessiert, ihren Kunden auf der Tire Technology Expo 2011 die Vorteile ihrer Konzepte näherzubringen: bessere Möglichkeiten im Hinblick auf Erfahrung, technisches Fachwissen, Lösungen sowie einen weltweiten Service vor Ort über ihr internationales Netzwerk. Der Vertrieb der Produktpalette des Unternehmens im Bereich Fahr- und Kontrolltechnik wird weiterhin unter dem Namen Hägglunds erfolgen.


Technologie zur Reifenidentifizierung

SICK hat Besuchern gezeigt, wie Reifen mit Hilfe des Barcodelesers OPS890 identifiziert werden können. Das System besteht aus acht CLV490 Scannern in Linie zur zuverlässigen Erkennung von Barcodes am Reifenwulst.

Das Lesesystem wird durch zwei WL18 (A) photoelektrische Reflexsensoren ausgelöst, die x-förmig im Lesebereich angeordnet sind, um den Reifen zuverlässig zu erkennen. Zwei weitere WL18 (B) photoelektrische Reflexsensoren, die übereinander angeordnet sind, sorgen für eine schnelle Voreinstellung der Position des Codelesers. Die hohe Schärfentiefe des Geräts muss nicht weiter eingestellt werden.


Transportbänder im Blickpunkt

Viele Besucher, die auf der Suche nach einer Lösung für ihre Probleme mit Förderbändern waren, haben Piet Herder, Bereichsleiter für die Reifenindustrie beim Förderbandspezialisten Ammeraal Beltech kontaktiert, der die neusten Entwicklungen vorstellte.

„Viele Reifenhersteller haben Reifen in ihren Fertigungsanlagen und verwenden Plastikfolie, um den Gummi voneinander getrennt zu halten“, sagte Herder. „Diese Folie kann nur ein oder zwei Mal verwendet werden und muss dann entsorgt oder recycelt werden. Auf der diesjährigen Ausstellung haben wir jedoch ein Produkt vorgestellt, welches man bis zu vier Jahre verwenden kann, für tausende von Einsätzen.

Jeder Reifenhersteller möchte etwas für die Nachhaltigkeit und den Umweltschutz unternehmen. Dieses Produkt ist umweltfreundlich und an Stelle der Entsorgung von Plastikfolie tritt eine nachhaltigere Lösung mit einer Lebensdauer von bis zu vier Jahren. Es gibt zwei Optionen: den beschichteten oder den imprägnierten Stoff. PP Folie ist billiger, dies ist jedoch bereits nach einem Jahr günstiger.“

Darüber hinaus hat Herder die Silam-Bänder vorgestellt, die speziell für die Anforderungen der Reifenindustrie hergestellt wurden, überraschenderweise jedoch Silikon enthalten. „Reifenhersteller mögen keine Silikonbändern, da sie befürchten, Silikon könnte den Gummi verunreinigen und den Reifen schwächen“, erklärte Herder. „Wir haben jedoch Reifenhersteller unsere Silam-Bänder testen lassen, um sie davon zu überzeugen, dass sie nicht zu einer Verunreinigung des Gummis führen.“

Viel Forschungs- und Entwicklungsarbeit wurde investiert, um diese Silikonbänder gefahrlos für die Industrie zu machen, da das Unternehmen der Ansicht war, dass der Nutzen der hohen Reibung kombiniert mit den Antihafteigenschaften diesen Aufwand rechtfertigte.

„Da dieses Band eine Antihaftlösung darstellt, ist die Lebensdauer wesentlich länger und verfügt trotzdem über Reibung, was eine gute Mischung darstellt“, so Herder. „Hohe Reibung und Antihaftwirkung gleichzeitig – das ist schwer zu erreichen!“


Lasermesssensoren

LMI Technologies waren stolz, die Messsensoren der Gocator 2000 Serie vorzustellen, die in die engere Auswahl für den Tire Technology International Award for Innovation and Excellence kamen. Mit diesen Sensoren sind 3D Messungen von Merkmalen wie Breite, Stärke und Winkeln einfach einzustellen und durchzuführen, da sie Flexibilität und Leistung direkt bei der Anlieferung bieten. Zu diesem Zweck enthält jeder Gocator eine installierte Webanwendung, die zusätzliche Software überflüssig macht. Der Anwender kann hierdurch innerhalb weniger Minuten vom Anschluss über die Konfiguration zur Messung gelangen. Darüber hinaus steht eine große Anzahl an Abstands- und Messbereiche zur Verfügung.


Farben und Beschichtungen

Chem-Trend, ein Spezialist für chemische Stoffe, hat ihre Reifeninnensprühlösung MonoLube vorgestellt. Doug Butcher war bereit, uns dies zu erklären: „Runflat-Reifen stellen besondere Anforderungen, da Luft beim Start des Formungsprozess zwischen dem Heizbalg und dem Reifeninneren eingeschlossen werden kann. Mit diesen Beschichtungen können Anwender eine leichtgewichtige Beschichtung verwenden, die dem Reifeninneren ein gutes Aussehen verschafft, aber trotzdem ausreichend Luft absaugt, um problematische Bereiche ohne Lufteinschlüsse aus der Form zu bekommen. Dies ist deshalb so attraktiv, weil die Fertigungskosten für diese Reifen hoch sind und mit einem Aufschlag verkauft werden.“

Das Unternehmen hat außerdem ihre MonoCoat Heizbalgbeschichtung vorgestellt, eine Beschichtung, die bei Raumtemperatur verarbeitet wird, die laut Butcher „in gewisser Weise einzigartig ist, da die meisten anderen Beschichtungen auf den Heizbalg aufgebacken werden müssen.“ Es handelt sich um einen robusten, gegen Abrieb extrem widerstandsfähigen Film, der einen Schutz für den Heizbalg gegenüber Chemikalien und Reibung bietet und damit vor allem den Wulst schützt. Unsere Kunden verzeichnen eine um 15 bis 40% Prozent längere Lebensdauer des Heizbalgs. Dies hört sich nach einer großen Bandbreite an, wenn der Heizbalg jedoch bereits gut in das Reifeninnere passt, gibt es weniger Spielraum, die Lebensdauer des Heizbalgs zu verlängern.“


Effiziente Reifenprüfanlage

Alfamation hat ihre neue Reifentestanlage für PKW Radialreifen X-Raptor vorgestellt, welche laut Unternehmensangaben die Inspektion und quantitative Reifenkontrolle in ein neues Technologiezeitalter versetzt.

Der X-Raptor verfügt über eine speziell entwickelte Software, die leicht verständliche Testergebnisse für die Anwender liefert und einfache, zuverlässige und genaue Kontrollen ermöglicht.

„Die Grundfläche des X-Raptors ist 35% kleiner als bei anderen Maschinen“, sagt Mauro Arigossi, Vorstandsvorsitzender von Alfamation. „Dies bedeutet, dass Hersteller die Maschine ohne Probleme in Standorten mit weniger Platz aufstellen können. Durch die innovative Bauweise des X-Raptors und unserer fortschrittlichen Automated Defect Recognition (ADR) Software konnten wir Kosten senken, die wir an unsere Kunden weitergeben, und dadurch ein kosteneffektiveres Produkt anbieten als unsere Mitbewerber.“

Obwohl der X-Raptor erst auf der Messe vorgestellt wurde, ist er bereits bei einem der größten Reifenhersteller für Formel 1 Wagen in Gebrauch. Laut Unternehmensangaben überlegen sich weitere wichtige Reifenhersteller ebenfalls, die Maschine in ihren Produktionsstandorten einzusetzen. Außer der geringeren Grundfläche sind die Maße und das Gewicht des X-Raptors mindestens 50% geringer als bei anderen Reifenprüfanlagen. Die kompakten Maße sorgen dafür, dass er ideal in Produktionslinien integriert oder außerhalb des Standorts bei Reifentests im Batch-Betrieb eingesetzt werden kann.

Im Reiheneinsatz wird jeder Reifen aus der Produktionslinie automatisch durch hochpräzise Lichtsensoren ausgemittelt und vermessen. Im Offlinebetreib kann der X-Raptor mit einem manuellen Reifenlader verbunden werden, in dem der Reifen auf der gleichen Maschinenseite be- und entladen wird. Durch die installierte ADR Software wird jede Reifendarstellung automatisch analysiert und jegliche Mängel dem Bediener angezeigt. Sie entdeckt Mängel wie etwa Bandzentrum, Bandbreite, Cordwinkel, Cordabstand und Fremdkörper. Entwickler können die Software auf manuellen Betrieb, oder auf den vollautomatischen Betrieb programmieren, wobei die Software die Entscheidung über Bestehen/Nichtbestehen übernimmt. Im Basisbetrieb dauert ein Durchlauf 15 Sekunden pro Reifen.


Formenreinigung mit CO2

Die mobile CO2 Reinigungsmaschine für Reifenformen wurde entwickelt, um Rückstände von der Forminnenseite innerhalb von 30 Minuten zu entfernen, ohne die Form aus der Vulkanisierpresse zu nehmen. Die Anlage verwendet reine CO2 Pellets bei einer Temperatur von -78°C, die dann über eine Düse mit Hilfe von Pressluft in die heiße Reifenform geblasen werden.

Sobald die Pellets die Schicht mit den Rückständen an der Forminnenseite trifft, zerbröseln alle Verunreinigungen aufgrund des hohen Temperaturunterschiedes und werden durch den Aufprall der Pellets von der Formoberfläche entfernt. Während des Vorgangs verändert sich das CO2 in den gasförmigen Zustand.

Durch ein speziell entwickeltes Teil zur Schalldämmung im Inneren der Maschine liegt der Lärmpegel in unmittelbarer Nähe bei lediglich 84 dB(A).


Nicht nukleares Scannen

FACTS Inc hat das neueste Spektrum ihrer Messtechnologien, das Shadow Measurement Eddy (SME) Gauge System vorgestellt, das die korrekte Gesamtstärke sowohl von kalandrierten Gummis wie etwa Innenreifen aber auch kalandrierte Textilmaterialien messen kann. Das Strahlensignal ist nicht nuklear und nicht ionisierend, daher für den Menschen ungefährlich und erfordert keine spezielle Betriebserlaubnis.

Das System umfasst nicht nukleare Scanningtechnologie und misst von einer Seite des Laufbandes. Diese Technologie kann einzeln oder aber in Verbindung mit den On-Cal 3 Messgeräten des gleichen Herstellers für ein ganzheitliches, hochleistungsfähiges Kontrollsystem zur Messung von Kalandern eingesetzt werden. Das System scannt den gesamten Stoff und gleicht Schrumpfungen aus. Da die Mischverhältnisse keinen Einfluss auf die Messergebnisse haben und aufgrund seiner nicht nuklearen und nicht ionisierenden Eigenschaften kann das Messsystem einfach eingesetzt werden und ist einfach in der Handhabung. Die Betriebskosten sind minimal, da keine Wischtests oder Felduntersuchungen anfallen und kein Strahlenschutzbeauftragter zur Strahlenmessung benötigt wird.

Das SME Messgerät eignet sich ideal bei Geräten wie Roller-Heads und Profilkalandern, bei denen man keine Messgeräte auf die Kalanderwalzen stellen kann.


Automatischer Felgenwechsler

Benutzer der Astec Plus Anlage zur Reifengleichförmigkeit von MicroPoise zeigten Interesse an dem automatischen Felgenwechsler (ARC) der jetzt als zusätzliche Option erhältlich ist.

Mit dem ARC können Felgen vollautomatisch (Bestückung) ohne einen manuellen Eingriff gewechselt werden. Durch die Bauweise können Radkränze sicher und effizient gewechselt und mehrere Sätze der oberen und unteren Radkränze zwischengelagert werden – das System speichert dabei die Bestückungsgrößen in der Lagereinrichtung.

Astec Plus erkennt, welcher Reifentyp in die Anlage kommt. Mit dieser Information kann das ARC System automatisch die erforderliche Radkranzgröße für diesen Reifentyp auswählen und austauschen.


Umfangreiche Konferenz

Die Konferenz der Tire Technology Expo ist jedes Mal ein Besuchermagnet und die Veranstaltung 2011 bildete mit einer Rekordzahl an Konferenzteilnehmern keine Ausnahme.

Die Reihe der prominenten Redner schlossen den kürzlich ernannten Leiter von Goodyears Luxembourg Technical Center, Marc Junio, aber auch leitende Ingenieure, Wissenschaftler und Forscher von Branchenriesen wie BMW, VMI, Nissan, Audi, Kumho, Nynas, Michelin, Bridgestone, Apollo Vredestein, Continental, und Fiat mit ein.

Und als ob dies noch nicht genügend Weiterbildungsmöglichkeiten wären, waren auch der jeher beliebte Kurzlehrgang über das Verhalten von Gummimaterialien von der Queen Mary, University of London und TARRAC sowie der von der Universität Akron durchgeführte Kurzlehrgang zur Reifenmechanik vollständig ausgebucht.


Reaktionen von Ausstellern und Besuchern:

„Wir haben hier alle möglichen Kunden getroffen und verlassen die Expo mit einem prall gefüllten Adressbuch.”
Jonas Lundberg, Geschäftsführer, Reosense

„Für mich ist die Ausstellung ein hervorragender Ort, alle unsere Lieferanten innerhalb von zwei Tagen zu treffen, wofür ich sonst zwei bis drei Wochen um die Welt reisen müsste. Ich kann innerhalb kurzer Zeit 30 Besprechungen abhalten.“
Alfredo Balini, Manager für Reifenformen, Pirelli

„Es ist eine sehr hilfreiche Ausstellung. Wir sind wie eine Familie – jeder kennt jeden – es ist angenehm.“
Thomas Kozian, Lang

„Wir sind hier auf großes Interesse gestoßen und sind sehr zufrieden. Außerdem haben alle Leute, die an den Stand kommen, etwas Interessantes – ein Problem oder ein Projekt – das gelöst werden muss. Wir sind sehr zufrieden.“ Piet Herder, Ammeraal Beltech

„Wir hatten in diesem Jahr einen sehr guten Messeauftritt. Wir sind sehr zufrieden. Der erste Tag war der beste für einen Messebeginn – es war sehr viel los. Wir hatten am ersten Tag bereits so viele Besucher, wie wir normalerweise am mittleren Tag haben, der folgende Vormittag war dann noch besser. Vor und sogar während der üblichen Mittagspause waren wir schwer beschäftigt, aber wir wollen uns nicht beklagen. Wir hatten ein hervorragendes Jahr. Wir haben uns bereits für 2012 angemeldet, ich denke, das sagt alles.“ Doug Butcher, Chem-Trend

„Viele Besucher der Expo waren sehr an unserem Unternehmen interessiert. Wir sind bereits das sechste Mal hier und viele Leute aus der Branche sind ebenfalls hier. Es ist sehr interessant, sich mit den anderen Ausstellern auszutauschen. Aber es sind nicht nur die Besucher, die an unseren Messtechnik-Produkten interessiert sind, auch die anderen Aussteller nutzen unsere Produkte, was ideal für uns ist.” Stefan Frei, Verkaufsleiter, Z Laser

„Wir empfinden diese Veranstaltung als sehr positiv für uns, weil die Qualität der Besucher sehr hoch ist. Wir hatten eine ordentliche Anzahl von Kunden hier und freuen uns auf weitere. Dies ist unser fünftes Jahr auf der Ausstellung und wir sind sehr zufrieden mit der Veranstaltung. Es freut uns auch, dass die Messe stetig wächst und auch immer beliebter wird. Wir können hier unsere Hauptkunden einschließlich ihrer Geschäftsführer treffen, können also über weitere Geschäfte sprechen.“ Wolfgang Schöffl, Oerlikon Saurer

„Die Menschen waren sehr an unserer Technologie interessiert. Es lohnt sich, auf diese Veranstaltung zu kommen und wir werden nächstes Jahr wieder hier sein.“ Jurgen Brettenbeck, MD, A&D

„Für ein kleines Unternehmen wie Bogimac ist die Kombination von detaillierten Vorträgen und einem Messestand der beste Weg, um von den großen Firmen wahrgenommen zu werden. Viele große Firmen sind an unseren Stand gekommen und haben, teilweise stundenlang und bis ins kleinste Detail über unser Fachgebiet diskutiert. Detaillierte Vorträge zum Thema Technologie zahlen sich hier wirklich aus. Das Publikum ist genau deswegen auf der Tire Technology Expo, und nicht, um sich Werbung anzusehen.” Philippe van Bogaert, Bogimac

„Wir haben hier viele Experten getroffen. Jeder, der die Messe besucht, weiß wovon er redet.” Mr Shinichiro Fukada, Ichimaru-Giken Co. Ltd

„Die Tire Technology Expo ist seit ihrer Gründung vor 10 Jahren stetig dynamisch und qualitativgewachsen. Diese Expo ist die perfekte Plattform, um neue Netzwerke und Kontakte mit Reifenherstellern, aber auch mit Industriemitarbeitern zu knüpfen oder wiederaufzufrischen. Damit die Dynamik nicht verloren geht.” Hans-Georg Meyer, Vizepräsident, Geschäftsbereich Gummi, KraussMaffei Berstorff GmbH

„Es ist eine großartige Messe und auch die Konferenz ist gut. Es gibt viele neue Technologien. Ich bin sehr begeistert”
Hiroshi Kadowaki, Bridgestone-Mitarbeiter