Tire Technology International
DIE GEWINNER WURDEN BEKANNT GEGEBEN!
Die Jury hat entschieden, die Stimmen wurden gezählt und ein neuer Eintrag geht in die Annalen der Messe ein. Die vierte Preisverleihung der Tire Technology International Awards for Innovation and Excellence – die weltweit größte Feier, um die erzielten Leistungen in der Reifenbranche zu ehren. Die Veranstaltung fand in Köln, Deutschland, statt. Die Preise wurden in fünf Kategorien verliehen und die Gewinner wurden von einer international renommierten Jury ausgewählt, die aus 21 Branchenexperten bestand. Die Preisverleihung wird in Zusammenarbeit mit der Fachzeitschrift „Tire Technology International“ veranstaltet, die von UKIP Media & Events, dem Sponsor des diesjährigen Galadiners und der Preisverleihungszeremonie, herausgegeben wird. Die vollständige Liste der Gewinner finden Sie unten – klicken Sie auf den jeweiligen Link für nähere Informationen!
Die Gewinner
Beste Innovation des Jahres in der Reifenherstellung – Goodyear Retread Multi-piece Cushion
Zur Anerkennung der wissenschaftlichen und technologischen Kompetenz bei der Reifenherstellung
Klicken Sie hier für nähere Informationen zum Gewinner.
![]() |
Beste Innovation des Jahres in der ReifenherstellungZur Anerkennung der wissenschaftlichen und technologischen Kompetenz bei der Reifenherstellung |
Gewinner: Goodyear Retread Multi-piece Cushion
Die Zwischenschicht (Cushion) ist ein Hauptbestandteil bei der Runderneuerung von LKW-Reifen. Diese Zwischenschicht ist jedoch ein homogenes Produkt mit einer kurzen Lebensdauer und temperaturempfindlich. Ferner schränken die physikalischen Grundeigenschaften die Art der chemischen Bestandteile ein, die für dieses Material verwendet werden können. Um diese Hürde zu nehmen, hat Goodyear einen mehrlagigen, konzentrischen Extrusionsprozess entwickelt, so dass diese Zwischenschicht auf eine neue Art und Weise in den Runderneuerungsprozess des Handels eingebracht werden kann. Dieser innovative Prozess wurde jetzt mit einem Tire Technology International Award ausgezeichnet.
Die Zwischenschicht wird in einem einzigen Strang mit drei konzentrischen, kreisförmigen Lagen extrudiert, jede davon mit seiner eigenen Funktion in der chemischen Gesamtzusammensetzung des Produkts. Der Strang wird dann einem kleinen Kaltextruder zugeführt, der die Zwischenschicht direkt auf die aufgeraute Karkasse aufbringt. Der Extruder mischt die Lagen ausreichend, um diese Schicht wieder in das homogene Material zurückzuführen, das benötigt wird, um die vorvulkanisierte Lauffläche auf der Karkasse aufzubringen.
Diese Methode verdoppelt die Lebensdauer im Vergleich zu aktuellen Produkten, was die Entsorgung von überaltertem Material deutlich verringert und für eine größere Flexibilität in der Frequenz der Produktbestellungen sorgt. Darüber hinaus ist das Produkt unempfindlich gegenüber Lagertemperaturen, weshalb das Material während des Transports und der Lagerung nicht gekühlt werden muss.
Die konzentrischen Ringe halten die Proportionen der Lagen im richtigen Verhältnis, unabhängig von irgendwelchen Dehnungen oder Verformungen. Unterbrechungen während der Zufuhr in den Kaltextruder führen nicht zu Unausgewogenheiten im Mischungsverhältnis.
Dieses Produkt wurde bei einer Reihe von Runderneuerern ausgewertet und wurde hervorragend aufgenommen. Dies ist eine revolutionäre Veränderung eines Systems, das im Allgemeinen in der technologischen Entwicklung noch in seinen Anfängen steckt.
Beste Leistung des Jahres im Umweltschutz – Environmental Waste International
Zur Anerkennung der Fortschritte im Umweltschutz, die in der Reifenindustrie erreicht wurden
Klicken Sie hier für nähere Informationen zum Gewinner.
![]() |
Beste Leistung des Jahres im UmweltschutzZur Anerkennung der Fortschritte im Umweltschutz, die in der Reifenindustrie erreicht wurden |
Gewinner: Environmental Waste International
Environmental Waste International Inc hat die Jury mit ihrer revolutionären Recyclingtechnologie überzeugt, die eine effiziente und umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Reifenrecyclingverfahren darstellt.
Die neue Hightechanlage des Unternehmens benutzt die Reverse-Polymerisation (RP) Technologie, die mit Hilfe von Mikrowellen Öl und andere wertvolle Nebenprodukte aus Reifen extrahiert und dabei keine Emissionen verursacht. Mit einer geplanten Recyclingrate von etwa 300.000 Reifen von Jahr produziert das Werk voraussichtlich 900.000 Liter Öl, 900.000 kg Carbon Black und 270.000 kg Stahl jährlich. Darüber hinaus werden die vom System produzierten Abgase zur Stromerzeugung verwendet, wodurch die Anlage energieautark arbeitet.
Das Verfahren schmilzt die Reifen nicht, sondern bricht die molekularen Verbindungen auf, wodurch praktisch 100% aller Nebenprodukte von Reifen wie etwa Carbon Black, Öl, Stahl und Kohlenwasserstoffe rückgewonnen werden, ohne gefährliche Emissionen durch einen Schornstein zu jagen oder Restmüll auf einer Deponie abzuladen. Dies ist umweltfreundlicher als traditionelle Verfahren des Reifenrecyclings wie etwa Mahlen, Zerkleinern, Zerkrümeln und Verbrennen.
Dies ist ein wichtiger Ansatz für eine immer bedeutendere Kategorie der Preisverleihung.
Beste Reifentechnologie des Jahres – Bridgestone CAIS
Zur Anerkennung technologischer Fortschritte in der Reifenindustrie
Klicken Sie hier für nähere Informationen zum Gewinner.
![]() |
Beste Reifentechnologie des JahresZur Anerkennung technologischer Fortschritte in der Reifenindustrie |
Gewinner: Bridgestone CAIS
Stellen Sie sich eine Technologie vor, die Straßenverhältnisse in Echtzeit mit Hilfe der Reifen an den Fahrer weitergibt. Diese Lösung wurde von Bridgestone anhand eines Konzepts mit dem Namen Contact Area Information Sensing (CAIS) entwickelt und hat die Jury überzeugt.
CAIS ist Bridgestones Name für eine Technologie, die Informationen über Straßenverhältnisse sammelt und auswertet. Ein Beschleunigungssensor, der an der Innenseite des Reifens angebracht ist, stellt Vibrationen in der Lauffläche fest und sendet diese drahtlos an die Analysegeräte des Fahrzeugs. Die neue Technologie digitalisiert diese Eingangsdaten und teilt die aktuellen Straßenverhältnisse in sieben Kategorien ein: trocken, halbtrocken, nass, Schneematsch, Neuschnee, festgefahrener Schnee und Eis. Diese Information wird dann über ein Display im Auto direkt an den Fahrer übermittelt.
Durch die Bereitstellung von Informationen über die Straßenverhältnisse soll die Technologie den Fahrer auf schnelle Veränderungen bei gefährlichen Fahrbedingungen wie etwa Eis, Schnee und Regen vorbereiten, und gleichzeitig die Möglichkeit bieten, andere Fahrzeuge auf der gleichen Strecke, die mit CAIS ausgestattet sind, zu warnen.
Die hohe Genauigkeit dieser Technologie zur Bestimmung der Straßenverhältnisse in verschiedenen Umgebungen wurde durch ausgedehnte Tests über zwei Winter auf öffentlichen Straßen auf Hokkaido, Japan, nachgewiesen, wo gefährliche Bedingungen wie Schnee und Eis sehr häufig auftreten.
Bester Zulieferer für die Reifenindustrie des Jahres – Rhein Chemie
Zur Anerkennung der hervorragenden Leistungen der Zulieferer der Reifenindustrie
Klicken Sie hier für nähere Informationen zum Gewinner.
![]() |
Bester Zulieferer für die Reifenindustrie des JahresZur Anerkennung der hervorragenden Leistungen der Zulieferer der Reifenindustrie |
Gewinner: Rhein Chemie
Die Rhein Chemie Rheinau GmbH hat diese Kategorie aufgrund einer Reihe von bemerkenswerten Kooperationsabschlüssen im vergangenen Jahr gewonnen. Das Unternehmen hat ihr Produktportfolio 2011 durch den Zukauf zweier Unternehmen von Flexsys America LP erweitert, einer Tochtergesellschaft von Solutia Inc. Rhein Chemie hat nun die Produktreihen Vocol und Santoweb übernommen, was ihre Kompetenz in hochwertigen Dithiophosphat-Beschleunigern und vordispergierten polymergebundenen Fasern stärkt und damit ihr Leistungsspektrum für Kautschukverarbeiter erweitert.
Die Vocol-Reihe wurde entwickelt, um gesundheitlich bedenkliche Beschleunigersysteme zu ersetzen. Die besondere chemische Zusammensetzung von Vocol erzeugt zudem bei der Vulkanisation ein äußerst stabiles Kautschuk-Gefüge., eine Eigenschaft, die gerade bei dickwandigen Gummi-Artikeln wie Vollgummireifen überaus vorteilhaft ist, da sie dem bei langwierigen Vulkanisationszeiten typischen Rückbau des Kautschuk-Netzgefüges entgegenwirkt.
Die Santoweb-Produktreihe umfasst vordispergierte polymergebundene Cellulosefaser-Batche, die zum Beispiel bei der Herstellung von Antriebsriemen und Förderbändern als Verstärkungsmaterial eingesetzt werden. Durch die Vordispergierung wird eine hohe inherente Festigkeit erreicht, die sich auf die Bauteile überträgt. Damit hat Rhein Chemie ihr Portfolio der vordispergierten Faseradditive erweitert.
Zusätzlich zu den Zukäufen von Vocol und Santoweb hat Rhein Chemie zwei weitere Aquisitionen innerhalb der Reifenindustrie getätigt. Mit dem Zukauf des argentinischen Trennmittel- und Bladderspezialisten Darmex und dem Reifentrennmittelgeschäft von Wacker Chemie 2011 hat das Unternehmen die Palette ihrer Lösungen für die Reifenindustrie erweitert.
Rhein Chemie ist das einzige international tätige Unternehmen, das sowohl Heizbälge als auch Trennmittel zur Herstellung von Reifen anbietet.
Reifenhersteller des Jahres – Michelin
Zur Anerkennung herausragender Fortschritte in der Reifenherstellung
Klicken Sie hier für nähere Informationen zum Gewinner.
![]() |
Reifenhersteller des JahresZur Anerkennung herausragender Fortschritte in der Reifenherstellung |
Gewinner: Michelin
Für Michelin waren die vergangenen 12 Monate ereignisreich, durch die zahlreichen Investitionen, Kooperationen und F&E-Entwicklungen haben sie sich die begehrte Auszeichnung zum Reifenhersteller des Jahres verdient.
In den Werken in Nordamerika wurden 200 Millionen US$ in den Standort Lexington in South Carolina investiert, um die Kapazität zur Reifenherstellung weiter auszubauen, und weitere 50 Millionen US$ wurden am Standort für die Reifenherstellung in Fort Wayne BFGoodrich in Woodburn, Indiana, investiert, um die Ausstattung auf den neuesten Stand zu bringen und auch dort die Produktionskapazität auszuweiten.
Michelin ist darüber hinaus 2011 zwei neue Partnerschaften eingegangen. Die erste mit der Fédération Internationale de l’Automobile (FIA), dient der Entwicklung neuer Vorgehensweisen, um mehr Sicherheit und nachhaltigere Mobilität in der Technologie des Motorsports zu fördern. Diese Arbeitsgemeinschaft fundiert auf drei Grundsätzen: Die Verbesserung der Straßensicherheit; die Entwicklung von Reifeninnovationen bei Motorsportveranstaltungen, um zu einer verbesserten Nutzung im Straßenverkehr beizutragen; und neue Konzepte, um die Umweltbelastungen als Folge der Alltagsmobilität zu verringern. Das Ziel von FIA und Michelin ist es, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um sicherzustellen, dass Konkurrenz einen ernsthaften Beitrag leistet, Mobilität zu verbessern und ab 2011 konkrete Maßnahmen einzuführen, die direkt von den drei Säulen dieser Partnerschaft stammen.
Die zweite Vereinbarung erfolgte mit Amyris Inc, einem führenden Unternehmen für erneuerbare Chemikalien und Kraftstoffe, welche die Zusammenarbeit in der Entwicklung und Vermarktung von erneuerbarem Isopren fördert. Bei dieser Vereinbarung arbeiten Amyris und Michelin auf finanzieller und technologischer Basis zusammen, um die Technologie von Amyris zur Produktion von Isopren aus nachwachsenden Rohstoffen voranzutreiben. Amyris hofft, dieses Isopren ab 2015 zur Verwendung in Reifen und anderen chemischen Spezialanwendungen vermarkten zu können.
Mit Blick auf die zukünftige Forschung und Entwicklung unternimmt Michelin außerdem eine 100 Millionen Euro teure, umfassende Nachrüstung ihres F&E-Zentrums in Ladoux, Frankreich. In diesem Zentrum, in dem 3.300 Menschen arbeiten, wird ein völlig neuer, hochmoderner 67.000m2 großer Gebäudekomplex gebaut, der alle Michelin F&E-Teams und Labors am gleichen Standort zusammenlegt und so die Einführung neuer, schnellerer und effizienterer Arbeitsprozesse ermöglicht.
2011 fand außerdem wieder die Michelin Challenge Bibendum statt, das weltweite Gipfeltreffen des Unternehmens zur Förderung nachhaltiger Mobilität. Es ist die weltweit einzige Veranstaltung, die Automobil- und LKW-Hersteller, Wissenschaftler, Anlagenhersteller, Energielieferanten, Forschungsinstitute sowie Vertreter der öffentlichen Hand und von Nichtregierungsorganisationen zusammenbringt, um eine gemeinsame Vision für einen sichereren und saubereren Transport zu entwickeln. Auf der Veranstaltung hat Michelin fünf Reifeninnovationen und drei bahnbrechende Technologien vorgestellt, die weit mehr als nur Reifen betreffen, unter anderem einen selbstreparierenden Autoreifen, einen Konzeptreifen für LKW mit einer Traglast bis zu fünf Tonnen, ein motorisiertes Rad und eine Brennstoffzelle.
Die Finalisten
Beste Innovation des Jahres in der Reifenherstellung – Micro-Poise, Ichimaru-Giken, MTV
Klicken Sie hier für nähere Informationen zu den Finalisten: Micro-Poise, Ichimaru-Giken, MTV
![]() |
Beste Innovation des Jahres in der ReifenherstellungZur Anerkennung der wissenschaftlichen und technologischen Kompetenz bei der Reifenherstellung |
Finalist: Micro-Poise AkroMARK PLUS Hot Stamp Tire Marking System
Micro-Poise hat seine Multi-Nadel, Multi-Farb-Heißstempelmarkierer mit einer kompletten Reifen-Ausrichtungsstation kombiniert, was der Station ermöglicht, einen Reifen bezüglich bestimmter Markierungen zu drehen und ihn dabei für Markierungen auf der Ober- als auch Unterseite zu positionieren, entsprechend den Ergebnissen mehrerer Testsysteme.
Somit wird in der Endfertigung nur eine Markierungsstation benötigt, da Markierungen aus Reifen-Gleichförmigkeitstest und Markierungen aus dynamischen Balancetest und möglichen anderen Test- und Messsystemen wie Geometrie- oder Röntgensystemen kombiniert werden können.
Einsparungen für Reifenhersteller beinhalten Flächenreduzierungen in der Produktion, die bisher für zusätzliche Markierungsstationen in der Endfertigung angefallen wären, eine Verringerung der laufenden Wartung sowie die Einfachheit, eine kompakte Markierungsstation für alle Anforderungen der Endfertigungsmarkierungen zu haben.
![]() |
Beste Innovation des Jahres in der ReifenherstellungZur Anerkennung der wissenschaftlichen und technologischen Kompetenz bei der Reifenherstellung |
Finalist: Ichimaru-Giken Gas Circulation Unit
In gewöhnlichen Vulkanisierpressen wird mit Hilfe von Flüssigkeiten wie Wasser unter hohem Druck und hohen Temperaturen vulkanisiert. In jüngster Vergangenheit wurden Methoden wie die Verwendung von Dampf oder Gasen zur Normalität, was zu Problemen durch die Temperaturunterschiede zwischen dem oberen und unteren Bereich des Heizbalgs während des Vulkanisierens führt. Über viele Jahre hinweg wurden Methoden untersucht, die innerhalb kürzester Zeit zuverlässig und kontinuierlich diese Temperaturunterschiede beseitigen konnten, es wurde jedoch keine endgültige Lösung gefunden.
Mit der Erfahrung und dem Wissen von mehr als 30 Jahren als Entwickler und Hersteller von Ventilen und anderen Hauptbestandteilen von Vulkanisiermaschinen hat Ichimaru-Giken eine Gas Circulation Unit (Gaszirkulationseinheit GCU) entwickelt. Dieses Gerät besteht aus einer Kombination aus einem speziellen Induktionsmotor und einer turboartigen Pumpe mit zugehörigem Regler, die das Gas innerhalb des Heizbalgs zirkulieren lässt, um eine gleichmäßige Temperatur mit Zwangskonvektion zu erreichen. Durch die Beseitigung dieser Temperaturunterschiede sind Verbesserungen in der Vulkanisierqualität absehbar. Das Gerät verbessert darüber hinaus die Produktivität und reduziert den Energieverbrauch durch die Verringerung der Vulkanisationszeiten aufgrund von leichter zu kontrollierenden Temperaturen.
![]() |
Beste Innovation des Jahres in der ReifenherstellungZur Anerkennung der wissenschaftlichen und technologischen Kompetenz bei der Reifenherstellung |
Finalist: MTV Cutting-Edge Wolframkarbid-Schneiden
Die neueste Schneidkantentechnologie von MTV Cutting-Edge GmbH ist eine dauerhafte Verbindung des Stahlkörpers mit Hartmetallpulvern im Schneidebereich. Hergestellt unter Verwendung von Laser- oder Plasmaschweißen sind die Schneiden von MTV äußerst langlebig. In der Tat kann durch die Verwendung dieser Messer in der täglich Produktion ein Reifenhersteller mehr als 700.000 Schnitte für PKW-Reifen und etwa 500.000 für starke und extrastarke Reifen durchführen - mit einer Schneide und ohne nachzuschleifen.
Weitere Vorteile der Verwendung dieser Schneiden sind: die Verringerung der Ausfallzeiten durch Messeraustausch, geringere Erwärmung der Materialien beim Schneiden, niedrigerer Energieverbrauch der gesamten Schneidemaschine, beim Schneiden mit einem ‚Schnittspalt = Null‘ zwischen den beiden Messern tritt zudem ein Selbstschärfungseffekt der Schneiden ein - was bei normalen Stahlschneiden unmöglich ist. Die Messer sind mit einem speziell entwickelten Material beschichtet, das die Lebensdauer der Messer verlängert und das Anhaften von weicheren Materialien während des Schneidevorgangs verhindert; und die Hartmetallschneiden können bis zu vier Mal nachgeschliffen werden.
Mesnac hat eben erst einen neuen Rekord über den Gebrauch der Messer vermeldet: eine Million Schnitte bei PCR-Reifen und 700.000 TBR-Schnitte mit nur einer Schneide, ohne nachschleifen zu müssen. Laut Mesnac sind dies viermal so viele Schnitte als mit herkömmlichen Messern.
Beste Leistung des Jahres im Umweltschutz – Lehigh Technologies, Yokohama BluEarth, Michelin / Amyris
Klicken Sie hier für nähere Informationen zu den Finalisten: Lehigh Technologies, Yokohama BluEarth, Michelin / Amyris
![]() |
Beste Leistung des Jahres im UmweltschutzZur Anerkennung der Fortschritte im Umweltschutz, die in der Reifenindustrie erreicht wurden |
Finalist: Lehigh Technologies
Um die Reifenindustrie bei ihren umweltschonenden Maßnahmen zu unterstützen, hat Lehigh Technologies, ein Spezialist für mikronisierte Gummipulver, PolyDyne auf Butylbasis entwickelt, die laut Unternehmensangaben die Auswirkungen von steigenden Kosten für Butylgummi verringern, indem sie den Verbrauch der Butylmischung strecken. Die Produkte sollen außerdem helfen, die Nachhaltigkeit der Kundenprodukte zu verbessern.
Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung nachhaltiger Gummimaterialien und so hat Lehigh erfolgreich Butylgummi in Produktionsumfeld eingebunden. Das Lehigh Anwendungs- und Entwicklungsteam hat Rezepturprotokolle ausgearbeitet, um die Verwendung von mikronisierten Gummipulvern in Mischungen zu optimieren. Diese nachhaltigen Pulver helfen der Branche, Kosten zu senken, indem sie teure, nicht erneuerbare Rohstoffe ersetzen und ohne Qualitätsverlust eine umweltfreundliche Lösung bereitstellen, Lehigh Technologies arbeitet daran, die Verwendung von nachhaltigen (zu 100% wiederverwertbaren) Gummipulvern zu einem Wettbewerbsvorteil für Reifenhersteller zu machen. Durch die Einbindung von mikronisierten natürlichen Gummipulvern in ihren Produkten können Hersteller die Nachhaltigkeit ihrer Produkte verbessern.
Lehigh hat außerdem vor kurzen ihre Road to One Billion Kampagne gestartet, die darauf abzielt, eine Milliarde Reifen auf die Straßen zu bringen, die unter Verwendung der mikronisierten Gummimaterialien des Unternehmens gefertigt wurden. Lehigh hofft, dass diese Kampagne die branchenweiten Anstrengungen beschleunigt, den Beitrag der Industrie zum Umweltschutz durch die Verwendung innovativer, nachhaltiger Materialien zu steigern. Die Kampagne zielt außerdem darauf ab, den Ölverbrauch in der Herstellung von Neureifen zu verringern. Ziel der Kampagne ist die Zusammenarbeit mit Reifenherstellern, die sich der nachhaltigen Reifenherstellung verpflichtet haben, um die CO2-Bilanz eines Reifens zu verbessern.
![]() |
Beste Leistung des Jahres im UmweltschutzZur Anerkennung der Fortschritte im Umweltschutz, die in der Reifenindustrie erreicht wurden |
Finalist: Yokohama BluEarth
Yokohama hat einen „umwelt-, menschen- und sozialverträglichen Reifen“, den BluEarth-1, auf den Markt gebracht.
Die Nutzen für die Umwelt werden durch die Verwendung einer Nano-Gummimischung mit Orangenöl, einem hochmodernen Innenliner und einem leichten, aerodynamischem Design erreicht.
Die Nano-Gummimischung steuert die chemischen Reaktionen der Materialien auf Ebene der Nano-Zusammensetzung, um den Kraftstoffverbrauch, die Fahrleistung und die Nasshaftung im Gleichgewicht zu halten. Die Mischung besteht aus Polymer mit einem extrem niedrigen Rollwiderstand und Silica am Polymerende, Orangenöl, um die Reifen weicher zu machen und so eine größere Kontaktfläche im Nassen und Trockenen zu schaffen, sowie feinem Silica, das überschüssige Hitze für eine besser Nasshaftung und Fahrleistung steuert. Der Reifen verfügt über zwei Modi. Im konstanten Fahrmodus sorgt die Mischung für einen geringeren Rollwiderstand, im Aktivmodus erzeugt die Mischung rasch Wärme, um eine besser Haftung zu erreichen. Das asymmetrische Design bietet Nasshaftung auf der Innenseite und Fahrstabilität im äußeren Bereich.
Der Reifen ist um 17% leichter als vergleichbare Vorgängermodelle von Yokohama. Durch einen hoch entwickelten Innenliner verliert der Reifen bis zu 36% weniger Luft als herkömmliche und hält so den optimalen Luftdruck für die Kraftstoffeinsparung länger aufrecht.
Das soziale Element ergibt sich aus dem fünfgeteilten Profilmuster, bei dem die Geräusche der Muster sich gegenseitig aufheben. Die menschliche Komponente äußerst sich in einer komfortablen, ruhigen Fahrt. Yokohama plant, die Serie weltweit zu vermarkten.
![]() |
Beste Leistung des Jahres im UmweltschutzZur Anerkennung der Fortschritte im Umweltschutz, die in der Reifenindustrie erreicht wurden |
Finalist: Michelin / Amyris
Michelin wurde für seine Zusammenarbeit mit Amyris Inc, einem Unternehmen für erneuerbare Chemikalien und Kraftstoffe, für die Entwicklung und Vermarktung von erneuerbarem Isopren nominiert, einem chemischen Baustein in Gummireifen, der nachhaltige Rohstoffe verwendet.
Mit der Vereinbarung haben sich Amyris und Michelin auf finanzieller und technologischer Basis zusammengeschlossen, um die Technologie zur Produktion von Isopren aus nachwachsenden Rohstoffen voranzutreiben. Die Technologie von Amyris kann pflanzlichen Zucker in Isopren, ein Molekül aus fünf Kohlenstoffatomen umwandeln, das den Grundbestandteil in der Herstellung von synthetischem Gummi darstellt. Isopren wurde üblicherweise als Nebenprodukt beim thermischen Cracken von Naphta zur Herstellung von Ethen gewonnen, oder über die C4 Stromsynthese in Raffinerien. Da die petrochemische Industrie durch den Einzug von Schieferölgas auf leichtere Schiefer zum Cracken umsteigt, mussten neue Quellen für Isopren erschlossen werden.
Amyris glaubt, dieses Isopren ab 2015 zur Verwendung in Reifen und anderen chemischen Spezialanwendungen vermarkten zu können. Michelin hat sich dazu verpflichtet, bestimmte Mengen über die nächsten zehn Jahre abzunehmen. Darüber hinaus behält Amyris die Rechte, ihr erneuerbares Isopren auch anderen Kunden anbieten zu können.
Beste Reifentechnologie des Jahres – Goodyear, Bridgestone, Hankook
Klicken Sie hier für nähere Informationen zu den Finalisten: Goodyear, Bridgestone, Hankook
![]() |
Beste Reifentechnologie des JahresZur Anerkennung technologischer Fortschritte in der Reifenindustrie |
Finalist: Goodyear Air Maintenance Technology
Die neuesten Untersuchungen in den Labors von Goodyear könnte das Ende der ständigen Reifenluftkontrolle bedeuten. Wissenschaftler von Goodyear haben eine Air Maintenance Technology (AMT) entwickelt, die permanent für einen optimalen Reifendruck sorgt und ohne externe Pumpen oder Elektronik auskommen soll. Alle Komponenten des AMT-Systems einschließlich der miniaturisierten Pumpe sollen vollständig im Reifen verbaut sein.
Obwohl die Technologie komplex ist, ist die Idee hinter dem AMT-System relativ einfach und wird durch den Reifen während des Abrollens auf der Straße selbst aktiviert. Goodyear hat noch keinen Termin genannt, wann die Technologie bei Reifenhändlern verfügbar sein wird, der Zeitplan wurde jedoch laut Unternehmensangaben durch jüngste staatliche Fördergelder in den USA und der Europäischen Union beschleunigt.
Das US Department of Energy’s Office of Vehicle Technology hat Fördergelder in Höhe von 1,5 Millionen US$ für die Forschung, Entwicklung und Demonstration des AMT-Systems für Nutzfahrzeuge bereitgestellt. Die Fördergelder werden vom National Energy Technology Laboratory verwaltet, die Arbeiten werden vom Goodyear Innovation Centre in Akron, Ohio, durchgeführt. Goodyear hat sich außerdem erfolgreich für Fördermittel der Luxemburgischen Regierung für die Forschung und Entwicklung eines AMT-Systems bei Reifen für Endkunden beworben. Diese Arbeiten werden an Goodyears Innovation Centre in Colmar-Berg, Luxemburg, durchgeführt.
![]() |
Beste Reifentechnologie des JahresZur Anerkennung technologischer Fortschritte in der Reifenindustrie |
Finalist: Bridgestone luftloser Reifen
Bridgestone hat sich eine zweite Nominierung in dieser Kategorie mit einem luftlosen Konzeptreifen verdient, der eine praktikable und umweltfreundlichere Alternative zu herkömmlichen Reifen darstellen könnte. Das Design ist Ergebnis der Bemühungen des Unternehmens zu einer nachhaltigeren Gesellschaft beizutragen, mit besonderem Schwerpunkt auf drei Gebieten: Naturschutz, Schonung von Ressourcen und Reduzierung der CO2 Emissionen.
Luftlose Reifen haben geringere Auswirkung auf die Umwelt als die heutzutage üblichen Reifen, allerdings waren diese Konzeptreifen in früherer Form zur Herstellung für den Massenmarkt unpraktikabel. Bridgestone hat diese Technologie mit dem Ziel einer praktikablen Markteinführung weiterentwickelt.
Durch eine einmalige Speichenstruktur, die sich an den Innenseiten der Reifen befindet und das Gewicht des Fahrzeugs stützt, entfällt ie regelmäßige Luftdruckkontrolle der Reifen, wodurch weniger Wartungsarbeiten anfallen. Gleichzeitig entfällt die Angst vor einem Plattfuß. Die Speichenstruktur im Reifeninneren besteht aus wiederverwertbarem, thermoplastischem Harz, das bei Erhitzung flexibel wird und zu verschiedenen Formen verarbeitet werden kann und aushärtet, sobald es abkühlt. Die Veränderungen durch Erhitzen und Abkühlen können ständig wiederholt werden und vereinfachen so die Formung und Wiederverwertung des Materials. Gemeinsam mit dem Gummi in der Lauffläche sind die in den Reifen verwendeten Materialien zu 100% wiederverwertbar.
Bridgestone verfolgt diese technologische Entwicklung mit dem Ziel, ein ökoeffektives Verfahren („von der Wiege bis zur Wiege“) zu erreichen, das proaktiv die Nutzung des Ressourcenkreislaufs maximiert - von Altreifen zu Neureifen unter Verwendung wiederverwertbarer Ressourcen.
![]() |
Beste Reifentechnologie des JahresZur Anerkennung technologischer Fortschritte in der Reifenindustrie |
Finalist: Hankook Kinergy Eco EV
Der Hankook Kinergy Eco EV wurde speziell für eine der am schnellsten wachsenden Fahrzeugbereiche entwickelt: Elektro- und Hybridfahrzeuge. Mit einer Größe von 155/70 R 19 verfügt diese Bauform über einen ungewöhnlich großen Durchmesser von 700 mm, was den Luftwiderstand optimiert. In Verbindung mit seinem strömungsgünstig gestalteten Schulterbereich kann er insbesondere auf Mittel- und Langstrecken zu einem deutlich reduzierten Verbrauch beitragen.
Die Kontaktfläche verfügt über ähnliche Ausmaße wie ein Breitreifen, allerdings in der Länge. In Verbindung mit einer besonders griffigen Laufflächenmischung stellt dies die optimale Übertragung des Drehmoments sicher, ein Merkmal, das gerade bei Elektrofahrzeugen aufgrund der Kraftverteilung wichtig ist.
Neue Mischungstechnologien wie auch die Verwendung von Silica-Nanopartikeln verringern den Rollwiderstand und sorgen darüber hinaus für eine verbesserte Nasshaftung. Die Energieersparnis schlägt sich in einem geringeren Stromverbrauch nieder und trägt somit zu einer verbesserten Energiebilanz und höheren Reichweite des Fahrzeugs bei. Angesichts der niedrigen Geräuschpegel von Elektro- und Hybridfahrzeugen verbessert die optimierte Profilierung nicht nur die Handling-Eigenschaften, sondern bietet auch größeren Fahrkomfort bei geringeren Reifenabrollgeräuschen.
Im Hinblick auf die Sicherheit bietet das Design mit seinen breiten, umlaufenden Profilrillen Schutz vor Aquaplaning, selbstschärfende Blockkanten erhöhen die Haftung auf trockenen und nassen Straßen und breitere Schulterblöcke verbessern die Traktion und Kurvenstabilität.
Bester Zulieferer für die Reifenindustrie des Jahres – Aditya Birla, Micro-Poise, BASF
Klicken Sie hier für nähere Informationen zu den Finalisten: Aditya Birla, Micro-Poise, BASF
![]() |
Bester Zulieferer für die Reifenindustrie des JahresZur Anerkennung der hervorragenden Leistungen der Zulieferer der Reifenindustrie |
Finalist: Aditya Birla
Nach der 825 Millionen US$ teuren Übernahme der Columbian Chemicals Company 2011 ist der Black Carbon-Additiv-Riese Aditya Birla Group nun zum weltweit größten Hersteller von Black Carbon aufgestiegen.
Aditya Birla Group sieht das Geschäft mit Black Carbon als ein bedeutendes globales Geschäft innerhalb ihres Portfolios, das durch die F&E-Fähigkeiten und vielen Spezialprodukte von Columbian Chemicals weiter gestärkt wird. Ebenso macht sich die Stärke von Aditya Birla in Skaleneffekten, der Verwaltung von Produktionsstandorten mit hohen Kapazitäten und der Umgang mit mehreren Schwellenländer positiv bemerkbar.
Die Übernahme von Columbian Chemicals verdoppelt die Carbon Black Produktionskapazität des Unternehmens von einer auf zwei Millionen Tonnen. Es vergrößert auch ihre geographische Ausbreitung mit einem globalen Profil, das sich über 12 Länder erstreckt - Indien, Thailand, Ägypten, China, USA, Brasilien, Korea, Spanien, Kanada, Ungarn, Deutschland und Italien - in denen die Unternehmensgruppe jetzt gemeinsam über 17 hochmoderne Produktionseinheiten verfügt. Diese Transaktion wird weiterhelfen, in den bestehenden Märkten Nordamerikas Fuß zu fassen, und stärkt die Position der Gruppe in Europa und in den Schwellenländern. Die erwarteten Synergieeffekte liegen bei über 50 Millionen US$.
![]() |
Bester Zulieferer für die Reifenindustrie des JahresZur Anerkennung der hervorragenden Leistungen der Zulieferer der Reifenindustrie |
Finalist: Micro-Poise
Micro-Poise, ein Spezialist für Mess- und Prüfsysteme für die Reifenindustrie hat im vergangenen Jahr eine beachtliche Entwicklung erlebt, wie etwa ein neuer Welt-Firmensitz, ein neuer Firmensitz für Europa, ein neuer Produktionsstandort in China, neue Geschäftsstellen in Indien und neue Technologien.
Das Unternehmen hat die Produktion am neuen Firmensitz in Streetsboro, Ohio, USA nun voll aufgenommen. Dieser hochmoderne Standort wurde speziell dafür ausgelegt, schnell auf weltweite Kundenanfragen reagieren zu können und gleichzeitig schwache Herstellungsverfahren zu verbessern.
Dazu wird der neue europäische Firmensitz in Lübeck gemeinsam mit den derzeitigen Räumlichkeiten der Collmann GmbH gemeinsam benutzt, ein Röntgen-Technologieunternehmen, das Micro-Poise im September 2010 gekauft hatte. Dieser Standort ermöglicht Micro-Poise den Bau neuer Maschinen, den Umbau bestehender Geräte und einen besseren Service und bessere Unterstützung für Kunden in Europa, Afrika und dem Nahen Osten.
In China hat Micro-Poise vor Kurzem seinen Produktionsstandort in Peking erweitert, wodurch besser auf die gestiegene Produktionsnachfrage aller asiatischen Kunden reagiert werden kann, während sich das Vertriebs-, Service- und Supportbüro in Chennai ausschließlich um den indischen Reifen- und Automobilmarkt kümmert. Das koreanische Vertriebs-, Service- und Supportbüro in Seoul unterstützt alle Kundenwünsche der koreanischen und japanischen Reifen- und Automobilmärkte.
Auf der Produktseite hat das Unternehmen im vergangenen Jahr, abgesehen vom AkroMARK PLUS Heißstempel-Markierungssystem für Reifen mit kompletter Ausrichtungsmöglichkeit (ebenfalls zweitplatziert in der Kategorie Beste Innovation des Jahres in der Reifenherstellung) die neuen Technologien Effective Radius Measurement und Effective Radius Variation als Zusätze zu seinen Reifengleichförmigkeits-Testmaschinen und die neuen Universal Measurement & Testing Instrumente herausgebracht.
![]() |
Bester Zulieferer für die Reifenindustrie des JahresZur Anerkennung der hervorragenden Leistungen der Zulieferer der Reifenindustrie |
Finalist: BASF
Bemerkenswerte Entwicklungen in 2011 beim Chemieriesen BASF beinhalteten die Einrichtung einer Forschungsinitiative unter dem Namen Joint Research Network on Advanced Materials and Systems (JONAS) in Zusammenarbeit mit den Universitäten Straßburg, Freiburg und Zürich. Ziel ist es, gemeinsam die wissenschaftliche Basis und das Verständnis für zukunftsweisende Materialien und Systeme weiter zu entwickeln und das internationale Forschungsnetzwerk in der Polymerforschung wie etwa bei biobasierten und bioabbaubaren Polymeren auszubauen.
Eine weitere Initiative ist die Beteiligung an dem von der Europäischen Union unterstützten Forschungsprojekt BIONEXGEN (Next Generation of Biocatalysts), das 17 Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammenbringt, die das gemeinsame Ziel haben, eine neue Generation von Biokatalysatoren für nachhaltigere Herstellungsprozesse in der chemischen Industrie zu entwickeln. Die Forschungsaktivitäten beinhalten neue biokatalytische Aminsynthesen und die Anwendung von Enzymen bei der Synthese funktioneller Polymere aus nachwachsenden Rohstoffen. Dies wird dem Unternehmen helfen, die Ressourcen zur Herstellung von Chemikalien zu reduzieren.
Auf der Produktionsseite baut BASF ein hochmodernes Werk für kundenspezifische Antioxidantien-Mischungen (CSB) in Bahrain, um ihre Präsenz im Nahen Osten auszubauen. Baubeginn der neuen Anlage war im September 2011. Das wird einer der weltweit größten CSB-Standorte, mit einer jährlichen Kapazität von etwa 16.000 Tonnen. Das neue Werk wird voraussichtlich Ende 2012 in Betrieb gehen.
Reifenhersteller des Jahres – Apollo Tyres, Pirelli SpA, Hankook
Klicken Sie hier für nähere Informationen zu den Finalisten: Apollo Tyres, Pirelli SpA, Hankook
![]() |
Reifenhersteller des JahresZur Anerkennung herausragender Fortschritte in der Reifenherstellung |
Finalist: Apollo Tyres
Apollo Tyres befindet sich momentan in der zweiten Phase ihrer globalen Expansion mit einem Umsatzwachstum von ungefähr 50%. Im Februar 2011 hat das Unternehmen offiziell sein weltweit neuntes Reifenherstellungswerk eröffnet - sein viertes in Indien. Dieses Werk auf der grünen Wiese, das sich in den Außenbezirken von Chennai befindet, verkörpert eines der besten, die in der Reifenherstellung weltweit zur Verfügung stehen. Das hochautomatisierte Werk nutzt umfangreiche Robotertechnik und IT-geführte Systeme und produziert 7.000 PCR und 1.300 TBR täglich.
Zur weiteren Umsatzsteigerung ist das Unternehmen auf dem Markt in Sri Lanka über eine Verbindung mit Ideal Motors eingestiegen, dem Automobilvertrieb und Marketingableger der Ideal Gruppe für Unternehmen. Zunächst wird der Schwerpunkt auf Reifen für Personenwagen sowie Diagonalreifen und Reifen für Leicht-LKW liegen. Im Laufe der Zeit jedoch wird dies auf die gesamte von Apollo in Indien verkaufte Palette ausgeweitet und LKW- sowie Bus-Radialreifen, Reifen für landwirtschaftliche Fahrzeuge und Geländereifen einschließen.
Apollo hat außerdem ihre Pläne für den Markt im Nahe Osten dargelegt. Diese Region, die weltweit größte Freihandelszone und der größte Knotenpunkt zur Distribution von Reifen in der Region ist traditionell einer von Apollos stärksten Exportmärkten außerhalb Indiens und macht etwa 30% der Exportumsätze aus. Der Nahe Osten ähnelt sich in der Infrastruktur und der Reifennutzung derer Indiens, weshalb sich Apollos Produkte dort seit jeher großer Beliebtheit erfreuen. Um die Verkäufe anzukurbeln, hat Apollo hier ihr erstes und größtes Büro außerhalb Indiens, Südafrikas und den Niederlanden eröffnet. Das 180 m2 große Büro innerhalb der JAFZA Freihandelszone wird die Basis des Unternehmens in Dubai werden und ist den Mitarbeitern im Iran, in Saudi-Arabien und der Türkei übergeordnet.
![]() |
Reifenhersteller des JahresZur Anerkennung herausragender Fortschritte in der Reifenherstellung |
Finalist: Pirelli SpA
In den vergangenen 12 Monaten gab es viele beeindruckende Entwicklungen bei Pirelli. Das Unternehmen hat ihr neues Technologiezentrum außerhalb Turins eröffnet, das über 1.200 Mitarbeitern im technologisch fortschrittlichsten und effizientesten Werk hinsichtlich Produkt- und Produktionsentwicklung, aber auch im Bezug auf Nachhaltigkeit und die Qualität der Arbeitsumgebung, zusammenbringt.
Der 214 Millionen US$ teure Knotenpunkt arbeitet mit den modernsten von der Pirelli Forschungsabteilung entwickelten Technologien, wie etwa MIRS, der neuesten Generation von Pirellis robotergesteuertes Reifenherstellungssystem und dem neuen Produktionssystem für Verbundstoffe (PTMS). Die Produktionsleistung des Werks, die sich aus umweltfreundlichen, hochwertigen und ultra-hochleistungsfähigen Reifen zusammensetzt, kann über 3,5 Millionen Reifen erreichen, sobald es vollständig im Betrieb ist.
Das Unternehmen plant außerdem, seine Position in Südamerika zu stärken, indem es ein neues, 500 Millionen US$ teures Werk für LKW-Radialreifen an seinem Standort in Merlo, in der Nähe von Buenos Aires, baut. Die erste Phase des Projekts hat zum Ziel, eine jährliche Produktionskapazität von 700.000 Einheiten mit rund 700 Mitarbeitern zu erreichen. Für die zweite Phase ist eine potentielle Produktionskapazität von 1,4 Millionen Einheiten bei vollem Betrieb und einer Mitarbeiterzahl von 1.200 geplant. Das Werk ist dafür ausgelegt, die gestiegene Nachfrage nach Radialreifen in einem Land zu befriedigen, in dem wirtschaftliches Wachstum neue Investitionen der Automobilindustrie anzieht.
Währenddessen werden im Werk Slatina in Rumänien 160 Millionen Euro investiert, um die Reifenfabrik zu vergrößern. Sie wird 2013 fertiggestellt sein und ist mit der Hoffnung verknüpft, die Produktionskapazität zu vergrößern und damit die allgemeine Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens in Europa zu verbessern. Die jährliche Produktion des Reifenwerks wird von den erwarteten 7 Millionen Stück Ende 2011 auf 10 Millionen Stück am Ende des Erweiterungsprojekts steigen. Die Fabrik mit einer ursprünglichen Fläche von 100.000m2 ist bereits auf 160.000m2 angewachsen und wird auf eine Größe von 175.000m2 ansteigen, und damit zu Pirellis größter Fabrik im Automobilbereich werden. Diese Investitionen konnten aufgrund der im vergangenen Jahr um 18% gestiegenen Umsätze getätigt werden.
Pirelli hat durch seine Stellung als offizieller Reifenausrüster der Formel 1 die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich gezogen. Das Unternehmen hat innerhalb kurzer Zeit eine völlig neue Palette von Formel 1 Reifen entwickelt, hergestellt und geliefert und dabei ein zuverlässiges und höchst leistungsfähiges Produkt hervorgebracht, verbunden mit technischer Unterstützung für die Teams auf hohem Niveau und einer komplexen logistischen Leistung, die das ganze Jahr hinweg fehlerfrei funktionierte.
![]() |
Reifenhersteller des JahresZur Anerkennung herausragender Fortschritte in der Reifenherstellung |
Finalist: Hankook
Hankook Tire feiert mit einer Zunahme der Verkäufe von 21% zufrieden seinen 70. Geburtstag. Um die Nachfrage bedienen zu können, hat das Unternehmen die zweite Expansionsphase der Produktionseinheit im Werk Rácalmás abgeschlossen. Bauarbeiten zur Vergrößerung des europäischen Produktionsstandorts des Unternehmens begannen im September 2009 und die 1.900 Arbeiter im Werk können jetzt ungefähr 12 Millionen Reifen jährlich herstellen.
Das Unternehmen hat zusätzliche 230 Millionen Euro investiert, um diese zweite Produktionseinheit in Rácalmás zu bauen, was die Gesamtinvestitionen von Hankook in Ungarn auf 550 Millionen Euro bringt. Die neue 58.000 m2 große Anlage hat das Produktionsvolumen der Fabrik verdoppelt und ermöglicht einen zusätzlichen täglichen Ausstoß von bis zu 17.000 Reifen, was die tägliche Gesamtproduktion auf ungefähr 34.000 Reifen erhöht.
Weitere Investitionen werden vorgenommen. Zunächst erstellt Hankook ein neues F&E-Zentrum in der südkoreanischen Stadt Daejeon, das alle F&E-Einrichtungen der Region unter einem Dach vereint. Die 66.000 m2 große Einrichtung soll 2013 ferzig sein und wird zum größten Forschungs- und Entwicklungszentrum für Reifen in Südkorea. Das aktuelle Zentrum wird umgerüstet und für Forschungsarbeiten an neuen Produktionstechnologien und zum Testen von Reifen genutzt. Der Schwerpunkt des neuen Zentrums wird auf umweltfreundlichen Materialien und Technologien liegen, mit denen das Unternehmen hofft, die Produktnachfrage anzukurbeln und die Investitionskosten zu decken.
Das Unternehmen hat außerdem die Arbeiten für zwei wichtige neue Werke aufgenommen. Das erste, in Chongqing Liangjiang, ist das dritte Werk des Unternehmens in China und Teil einer Verpflichtung gegenüber dieser Region vom November 2010 in Höhe von 954 Millionen US$. Das 530.000 m2 große Werk, in dem hauptsächlich TBR und PCR Reifen gefertigt werden, soll im August 2012 teilweise in Betrieb gehen. Die Fertigstellung ist für Ende 2015 geplant, wo es dann planmäßig 4.500 TBR und 30.000 PCR Reifen täglich, bei einer jährlichen Kapazität von 11,5 Millionen Reifen herstellen soll.
Das zweite neue Werk, Hankooks siebentes in Indonesien, stellt eine Investition in Höhe von 353 Millionen US$ dar. Der 60 ha große Standort in Bekasi, West Java, dient als Exportbasis für die Märkte in Nordamerika und im Nahen Osten und als regionaler Geschäftsknotenpunkt für die Schwellenländer Asiens. Die anfängliche Produktionskapazität liegt bis 2014 bei ungefähr sechs Millionen Reifen jährlich bei einer Mitarbeiterzahl von etwa 1.400, eine Zahl, die sich bis 2018 verdoppeln soll.
Hankooks Investitionen in Indonesien sind Teil der Verpflichtung des Unternehmens, als mittelfristiges Unternehmensziel und zur Befriedigung der weltweit steigend Nachfrage 100 Millionen Reifen ab 2014 jährlich zu produzieren.
Die Jury
• Massimo Cialone, Forschung und Entwicklung für Materialien und Kompositen, Marangoni, Italien
• Federico Mancosu, F&E-Leiter (und externer Berater), Pirelli, Italien
• Victor Underberg, Leiter Fahr-, Bremsen- und Stabilitäts-Managementsysteme, Audi AG, Deutschland
• Prof. Dr. Ing. Pim van der Jagt, Leitender Direktor, Forschung und Zukunftstechnik, Ford Forschungszentrum, Deutschland
• Shunichi Yamazaki, Präsident Forschungsinstitut für intelligente Fahrzeuge, Japan
• Franco Annuziato, Qualitäts-Chef und leitender Vizepräsident, Technologie, Bridgestone Technik-Center Europa, Italien
• Roger Jenkins, Leitender Direktor, Kumho Europa Technik-Center, England
• Dr. Burkhard Wies, PKW-Reifenlinien-Entwicklung weltweit, Continental, Deutschland
• Dr. Alan Gent, Professor a.D. der Polymer-Physik und Polymer-Technik, Universität von Acron, USA
• Dr. Oluremi Olatunbosun, Maschinenbau, Universität von Birmingham, England
• Dr. Joachim Neubauer, Standards und Vorschriften, Michelin, Frankreich
• Christoph Kalla, Abteilung für synthetisches Gummi, Lanxess International SA, Schweiz
• Saied Taheri, außerordentlicher Professor, Maschinenbau, VirginiaTech, USA
• Hans-Georg Meyer, Vizepräsident Verkauf, KraussMaffei Berstorff, Deutschland
• Manfred Haider, AIT Austrian Institute of Technology / Tyrosafe, Österreich
• Guy Edington, Technik Direktor STL (früherer Leitender Direktor von Kumho Amerika Technikcenter, USA
• Harm J. Voortman, Präsident und Geschäftsführer, VMI, Holland
• Dipl. Inf. Olicer Scholz, Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen IIS, Deutschland
• Michael Staude, Reifen-Fachmann TÜV SÜD, Deutschland
• Dr. Joe Walter, beigeordneter Professor, Maschinenbau, Universität von Acron, USA
• Adam Gavine, Redakteur, Tire Technology International
Sehen Sie, was 2013 passiert ist...
