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Tire Technology International Awards for Innovation and Excellence 2009
DIE GEWINNER WURDEN BEKANNT GEGEBEN!
Die Jury hat sich entschieden, die Stimmen wurden gezählt und ein neuer Eintrag geht in die Geschichtsbücher ein. Rund 650 Fachleute aus der Reifenbranche besuchten die erste Tire Technology International Awards for Innovation and Excellence in Hamburg – die weltweit größte Feier, um die erzielten Leistungen in der Reifenbranche zu ehren. Die Veranstaltung fand in Hamburg statt.
Die Preise wurden in fünf Kategorien verliehen und die Gewinner wurden von einer international renommierten Jury ausgewählt, die aus 17 Branchenexperten bestand. Die vollständige Liste der Gewinner finden Sie unten – klicken Sie auf den jeweiligen Link für nähere Informationen!
Die Gewinner
Beste Innovation in der Reifenentwicklung und Herstellung des Jahres – VMI
Beste Innovation in der Reifenentwicklung und Herstellung des Jahres
Gewinner: VMI
Sieger dieser Kategorie wurde VMI aufgrund ihrer MAXX Technologie, einer Reifenbau-Maschinen, die sich stark von anderen solcher Maschinen unterscheidet.
Die Anlage besteht aus zwei Trommeln für Radialreifen und arbeitet nach dem einstufigen Herstellungsprozess. Das Gerät vereint einen hohen Grad an Flexibilität mit einer deutlich höheren Produktionsrate sowie einer verbesserten Qualität der Reifenrohlinge und kann Reifen in verschiedenen Felgengrößen von 13 bis 24 Zoll herstellen.
Die Reifenproduktion der MAXX-Anlage ist voll automatisiert, ein Roboter holt dabei die Reifenrohlinge aus der Maschine. Das neue Design ermöglicht die Integration aller Sicherheitsmaßnahmen durch die Basiskonstruktion der Maschine.
Das Unternehmen Sumitomo Rubber Industries wurde für ihre ehrgeizige mittelfristige Strategie ausgezeichnet, ab 2013 keine Reifen mehr zu verkaufen, die petrochemische Materialien enthalten. Neben den umweltfreundlichen Bestandteilen wird das Design der Reifen optimale Rollwiderstandseigenschaften bieten.
Im Jahre 2008 wurden die Reifen von SRI auf den Markt gebracht, deren Anteil an Petrochemikalien nur noch 3 % der Rohmaterialien ausmacht, im Vergleich zu 56 % bei ihrer normalen Reifenproduktpalette. Die restlichen 97 % entfallen auf erdölfreie Materialien wie Stahldrähte, Pflanzenöle, Fasern von Pflanzenzellulose und Naturkautschuk.
Die 3 % petrochemischen Bestandteile sollen durch natürliche Alternativen ersetzt werden, um alterungsbeständige Eigenschaften zu erzeugen.
Das Self Inflating Tire System (SIT) ist eine neue Erfindung von Coda Development und hilft, den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren und eine größere Sicherheit zu gewährleisten – die Auszeichnung dafür ließ nicht lange auf sich warten. Neben den Vorteilen, keine lästigen Reifendruckkontrollen mehr durchführen zu müssen oder schmutzige Hände beim Aufpumpen von Reifen zu bekommen, eliminiert dieses System auch die gravierenden Nachteile, die durch einen falschen Reifendruck verursacht werden.
SIT ist als besonderes Merkmal im Reifen integriert. Außenluft wird für das automatische Aufpumpen der Reifen verwendet, sobald das Fahrzeug in Bewegung gesetzt wird. Der natürliche Druckverlust wird dadurch kompensiert. Das System garantiert einen wartungsfreien, konstanten Reifendruck innerhalb der gesamten Lebenszeit des Reifens.
Das System basiert auf dem Schlauchpumpen-Prinzip. Eine Schlauchkammer wird in die Reifenwand eingebaut. Wenn sich der Reifen in Bewegung setzt, agiert diese Kammer als Schlauchpumpe, die so viel Luft in den Reifen pumpt, bis der gewünschte Druck erreicht wird. Ein Regelventil stoppt dann automatisch ein weiteres Aufpumpen und stellt sicher, dass alle Reifen jederzeit den optimalen Druck besitzen. Schon eine Fahrt von etwa eineinhalb Kilometern reicht aus, um den durchschnittlichen monatlichen Druckverlust von 1-3 % auszugleichen.
Die Forschung ist ein wichtiger Motivator für Pirelli. Dabei legt das Unternehmen großen Wert auf innovative Materialien und den ökologischen Nutzen, was die Jury beeindruckte.
Um ihre Ziele zu erreichen, arbeitet Pirelli mit zwei angesehenen Forschungseinrichtungen zusammen. Durch den Vertrag, der von Pirellis Silvio Tronchetti Provera-Stiftung und der Shandong-Universität in China unterzeichnet wurde, wird die fortschrittliche Entwicklung von umweltfreundlichen Reifen in Zukunft weiter gefördert.
Ein Jahr lang werden Forscher einer der angesehensten Bildungsstätten für Mathematik und Materialwissenschaft in China Seite an Seite mit den Experten von Pirelli zusammenarbeiten.
Ziel dieses Projekts ist es, im Rahmen eines breitgefassten Programms an Entwicklungsaktivitäten, Reifen mit einem niedrigeren Rollwiderstand zu entwickeln. Dieser italienisch-chinesische Vertrag beinhaltet auch zwei gemeinsame Forschungsinitiativen, die darauf abzielen, einheitlichere Mischungen zu erreichen und einen Niedrigtemperatur-Vulkanisationsprozess zu entwickeln.
In Italien haben die Pirelli-Gruppe und die Polytechnische Universität in Mailand einen Vertrag zum Aufbau eines neuen Lehrstuhls unterzeichnet, der sich mit dem Thema „Chemische Grundlagen bei der Gummi- und Verbundwerkstofftechnologie“ beschäftigt. Der neue Lehrstuhl beabsichtigt, innovative Materialien und Anwendungen der Nanotechnologie zur Entwicklung der Reifen der nächsten Generation zu erforschen.
Die führende unabhängige Testeinrichtung Standards Testing Laboratories (STL) hat ihre Leistungsfähigkeiten für die Reifenbranche ausgeweitet und hat als Neuheit zu den SAE J1269-Tests bei gleichbleibender Geschwindigkeit Zusatzausrüstung für den SAE J2452 zur Prüfung des Rollwiderstands in der Ausrollphase entwickelt. Diese Bemühungen sind wichtig, um zukünftige Anforderungen sowie die strengen kalifornischen Bestimmungen zu erfüllen, was die Jury überzeugte.
Die Labors haben auch die Zulassung, Luftreifen für Landwirtschaftsfahrzeuge und
Anhänger in Übereinstimmung mit der Vorschrift Nr. 106 ECE der UN-Wirtschaftskommission für Europa (UNECE) zu testen. Die 106 ECE deckt neue Luftreifen ab, die vor allem bei Landwirtschafts- und Forstwirtschaftsfahrzeugen, landwirtschaftlichen Maschinen und Anhängern zum Einsatz kommen und für Geschwindigkeiten unter 65 km/h gedacht sind. Zusätzlich zur Zulassung für Tests bei Landwirtschaftsreifen ist STL zertifiziert, Tests von Pkw-Reifen (ECE Regelung 30), Nutzfahrzeug-Reifen (ECE Regelung 54) und Motorrad-, Moped- und ATV-Reifen (ECE Regelung 75) entsprechend den europäischen Standards durchzuführen.
• Dipl.-Ing. Manfred Haider, Geschäftsfeld Verkehrswege, Arsenal Research
• Victor Underburg, Leiter Fahrzeugstabilität und RDKS, Audi
• Marco Pesce, Leiter Fahrzeugsysteme, Centro Ricerche Fiat
• Oliver Scholz, Fraunhofer Institut
• Dr. John Bullas, wissenschaftlicher Berater, Atkins Highways and Transportation
• Damian Harty, Chefingenieur Dynamik, Prodrive
• Guy Edington, Technischer Leiter bei Standard Testing Laboratories, vorm. Geschäftsführer bei Kumho America Technical Center
• Oluremi Olatunbosun, Leiter der Forschungsstätte Automobil an der Universität Birmingham, Großbritannien
• Gaetano ‘Guy’ Mannino, ehemaliger Präsident und Geschäftsführer von Pirelli Nordamerika, jetzt Präsident und Geschäftsführer bei Verdek
• Walter Reithmaier, general manager, vehicle dynamics, TUV SUD
• Roger Williams, Berater, ehemaliger Technischer Leiter bei Dunlop
• Joe Walter, außerordentlicher Professor, University of Akron College of Engineering, ehemaliger Technischer Leiter bei Bridgestone Technical Centre Europe
• Ulf Sandberg, Forschungsgruppenleiter am Swedish National Road and Transport Research Institute (VTI)
• Adam Gavine, Redakteur, Tire Technology International
• Sean Kane, Gründer von Safety Research & Strategies
• Paul Haney, InfoTyre, Autor von ‚The Racing & High-Performance Tire‘
• Dr. Ali Ansarifar, Institute of Polymer Technology and Materials Engineering, Universität Loughborough, Großbritannien