Tire Technology Expo 2013
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Kurzlehrgang zur Reifenmechanik der Universität Akron



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Der 37. Kurzlehrgang zur Reifenmechanik findet parallel zur Tire Technology Expo 2012, am 13., 14., 15. und 16. Februar 2012 in Köln, Deutschland, statt.

Dieser viertägige Kurs bietet Ingenieuren und Wissenschaftlern eine umfassende, intensive Schulung zu den aktuellen Entwicklungen in der Reifentechnik. Der Kurs richtet sich an aktive Ingenieure, Chemiker und Wissenschaftler, die sich mit Reifen und Fahrzeugen beschäftigen und eine technische oder naturwissenschaftliche Bildung auf BA (Bachelor)-Ebene mitbringen. Experten der Reifenmechanik von internationalem Ansehen erläutern Ihnen die Grundlagen der Mechanik von Luftreifen. Alle Teilnehmer bekommen von den Kursleitern über 1.000 Seiten voller Informationen zum Kurs auf CD. Diejenigen, die den Kurs erfolgreich abschließen, erhalten ein Zertifikat der Universität Akron.



Gebühren für den Kurzlehrgang



Ausweistyp Voller Preis
4-tägiger Kurzlehrgang €1175


Alle Gebühren unterliegen der deutschen MwSt. von 19 %. Diese wird gemäß den deutschen Bestimmungen automatisch Ihren Konferenzgebühren hinzugefügt.

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Veranstaltungszeitplan:



MONTAG 13. FEBRUAR 2012

9:00 – 9:30 BEGRÜSSUNG und EINLEITUNG
Dr. Benjamin T.F. Chung, Department of Mechanical Engineering, The University of Akron, U.S.A.

9:30 – 12:30 : ROLLWIDERSTAND, REIFEN/FAHRBAHN-GERÄUSCH UND VOM REIFEN VERURSACHTE FAHRPROBLEME
Dr. Marion G. Pottinger M'gineering LLC., U.S.A.

Der Luftreifen wurde zu Fahrzwecken, besser gesagt zur Verringerung des unsanften Fahrgefühls entwickelt, jedoch wurde beinahe umgehend festgestellt, dass der Luftreifen auch den Rollwiderstand im Vergleich zu früheren Technologien deutlich reduziert hatte. Diese bemerkenswerte aber oftmals nicht gewürdigte Tatsache wird in Bezug auf das Design, die Charakterisierung und das derzeitige Interesse an einer Verringerung der CO2 Emissionen erötert. Da die gefahrenen Geschwindigkeiten gestiegen sind, wurden mehrere Probleme offensichtlich. Umweltgeräusche, die durch das Zusammenspiel von Reifen und Fahrbahn verursacht werden, sind ein spürbares Problem. Darüber hinaus können Reifen, die bei hohen Geschwindigkeiten auf ebenmäßigen Straßen fahren, neue, vom Reifen geschaffene Fahrprobleme hervorrufen, die unter dem Begriff Reifengleichförmigkeit zusammengefasst sind. Mit Reifen verbundene Umweltgeräusche und Gleichförmigkeit werden hinsichtlich Design und ihren Auswirkungen auf Kunden, Reifenhersteller und Automobilhersteller erörtert.

  1. Historische Einführung
  2. Rollwiderstand, Kraftstoffeinsparung, Untersuchungen und Charakterisierung
  3. Reifen / Fahrbahn-Geräusch
  4. Gleichförmigkeit, Straßenvibration auf ebenmäßigen Straßen und Geräusche im Fahrzeug

12:30– 13:30 MITTAGSPAUSE

13:30 – 18:30 DER REIFEN ALS FAHRZEUGKOMPONENTE
Dr. Gerald Potts, Test Measurement Systems, Inc. U.S.A.

Der Luftreifen von heute muss vier Funktionen erfüllen: (1) Unterstützung einer beweglichen Last (2) Erzeugen von Lenkkräften; (3) Erzeugen von Fahr- und Bremskräften; und (4) Ausgleich von Straßenunebenheiten Durch Untersuchung des komplexen Mechanismus, der in der Erfüllung dieser vier Anforderungen angewendet wird, lernen die Teilnehmer die Wichtigkeit der Reifen am Fahrzeugverhalten insgesamt kennen; unabhängig davon, wie komplex ein Fahrzeug entwickelt wurde, besteht die einzige Verbindung mit der Straße über seine Reifen.

  1. Grundfunktionen
  2. Seitenkraft-Reifenmodelle
  3. Kurvenfliehkräfte
  4. Fahrverhalten

DIENSTAG, 14. FEBRUAR 2012

8:00 – 12:00 REIFENBEANSPRUCHUNG UND VERFORMUNGSANALYSE
Dr. Michael Trinko, Department of Mechanical Engineering, The University of Akron, U.S.A.

Die Merkmale des anisotropen Cord-Gummi Verbundmaterials sind hauptverantwortlich für die allgemeinen Leistungsmerkmale von Luftreifen. Um die Leistungsfähigkeit eines bestimmten Reifens zu verbessern, muss man die miteinander kombinierten Cord-Gummi Verbundmaterialien kennen, welche in diesem Kursabschnitt behandelt werden.

  1. Berechnung der Steifigkeit von Verbundmaterialien
  2. Analytische Verfahren (klassische Methoden)
    1. Gleichgewicht bei der Reifenentwicklung
    2. Berechnungen zu Cordanteil, Wulstkraft und Berstdruck
  3. Versuchsverfahren (punktuelle und ganzheitliche Feldversuche)
    1. Messungen zur Spannung von Cord und Belastbarkeit von Gummi
    2. Gürtelrand Belastbarkeit/Beanspruchung
    3. Kontakt von Reifen zu Straße und Felge

12:00 – 13:00 MITTAGSPAUSE

13:00 – 14:00 REIFENBEANSPRUCHUNG UND VERFORMUNGSANALYSE (Fortsetzung)
Dr. Michael Trinko, Department of Mechanical Engineering, The University of Akron, U.S.A.

14:00 – 17:00 BESUCH DER AUSSTELLUNG


MITTWOCH, 15. FEBRUAR 2012

8:00 – 12:00 REIFENABNUTZUNG, TRAKTION UND KRAFTAUFBAU
Dr. Marion G. Pottinger, M’gineering LLC., U.S.A.

Kraftaufbau am Reifen, Abnutzung und Traktion werden in entscheidender Weise davon beeinflusst, was sich auf der Reifenaufstandsfläche abspielt. Dieser Teil behandelt, wie Reifenentwicklung, Kinematik, Straßenoberfläche und Fahrerverhalten zusammenwirken und Abnutzung, Traktion und Kurvenverhalten beeinflussen. Die Diskussion ist nicht auf die wissenschaftliche Komponente beschränkt, sondern wirft auch einen Blick auf die Produktentwicklung.

  1. Kontaktreibung und Verdrängung
  2. Die Auswirkungen von Kontaktreibung und Verdrängung auf die Haltbarkeit
  3. Entwicklung von Reifenkraft und die Auswirkungen der Profilgestaltung
  4. Reifenkräfte, Traktion und Entwicklung
  5. Weitere entwicklungsbezogene Themen, die durch das Profilverhalten beeinflusst werden

12:00 – 13:00 MITTAGSPAUSE

13:00 – 18:00 MODERNER REIFENBAU
Dr. Joseph Padovan, Department of Mechanical Engineering, The University of Akron, U.S.A.

Diese Präsentation enthält frühere, gegenwärtige und mögliche zukünftige analytisch-numerische Reifenmodelle, die Entwicklung von Reifenverhalten und Betrachtungen gegenwärtiger numerischer Simulationsverfahren.

  • Einführung in die Finite-Elemente-Methode
  • Mehrfache Längenskala-Modellierung von Reifen
  • Zeitabhängige Eigenschaften von Elastomeren (SBR, BR, NR, EPDM, usw.) und Kunststoffe (Nylon, Kevlar, Polyester, usw.)
  • Kritische Geschwindigkeit
  • Rollwiderstand
  • FEM Modellierung stochastischer Einflüsse auf Reifen
  • Optimierung der Cordabstände
  • Grundlagen der Bruchmechanik
  • Modellierung stochastischer Einflüsse auf die Haltbarkeit
  • Analyseverfahren zur allgemeinen Materialermüdung
  • Aquaplaning und Abnutzung

DONNERSTAG, 16. FEBRUAR 2012

8:00 – 12:00 REIFENMATERIALIEN UND HERSTELLUNG
Dr. Joseph Walter, The University of Akron, U.S.A.

Die Materialien, die heutzutage in Luftreifen verwendet werden, sind so konzipiert, dass sie zusammen mit dem Aufbau eine optimale Haltbarkeit und ausgewogene Leistung für die zu erwartenden Betriebsbedingungen erbringen. Die richtige Kombination der Mischungsverhältnisse mit baulichen Verstärkungen ist ausschlaggebend für die erfolgreiche Reifenherstellung. Materialien und Aufbau müssen dann innerhalb des Reifenwerks effizient weiterverarbeitet werden, beginnend mit dem Mischen über die Extrusion und Kalandrierung bis zur Vulkanisation.

  1. Reifenaufbau und Materialien
  2. Reifenpolymere und Gummikomponenten
  3. Verstärkungen mit Textil- und Stahlcord
  4. Reifenherstellung

12:00 – 13:00 MITTAGSPAUSE

13:00 – 14:30 BESTIMMUNGEN UND VORSCHRIFTEN ZU REIFEN
Dr. Joseph Walter, Department of Mechanical Engineering , The University of Akron, U.S.A.

Staatliche Bestimmungen, Industriestandards, Kundenwünsche und Anforderungen von Marketingseite haben einen direkten Einfluss auf die Entwicklung (und folglich die Leistungsfähigkeit) aller Reifen – besonders bei der Originalausrüstung und im Zubehörmarkt von Reifen für Personenwagen. In diesem Kursteil diskutieren wir über:

  1. Den augenblicklichen Stand der Bestimmungen zu Reifensicherheit und Umweltanforderungen in den USA, Europa und Japan.
  2. Die Kompromisse im Design, die durch oftmals widersprüchlichen Bestimmungen und Vorschriften notwendig werden;
  3. Verschiedene Märkte, verschiedene Reifen?

14:30 – 15:00 AUSWERTUNG DES KURSES UND AUSHÄNDIGUNG DER ZERTIFIKATE
Dr. Benjamin T.F. Chung, Department of Mechanical Engineering, The University of Akron, U.S.A.

 

 
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